**Verifizierte Entwicklung**

Power to Hydrogen (P2H2) teilte am 18. September mit, dass seine 500-kW-Anlage für grünen Wasserstoff im NextGen District des Hafens Antwerpen-Brügge die kommerzielle Produktion aufgenommen hat. Die Anlage besteht aus zwei 250-kW-Stacks mit Anionenaustauschmembran-Technologie (AEM) und soll zunächst bis zu 70 Tonnen Wasserstoff pro Jahr erzeugen. Der regionale Gaslieferant Holthausen und weitere lokale Kunden werden als erste Abnehmer genannt; vorgesehen ist vor allem die Nutzung im Mobilitätsbereich, daneben kommen industrielle Anwendungen in Betracht.

P2H2 bezeichnet die Anlage als ersten kommerziellen Einsatz von 250-kW-AEM-Stacks. Sie ist für einen Betrieb zwischen 10 % und 100 % Last ausgelegt und soll Day-Ahead-Strompreisen folgen. Das Projekt erhielt Förderung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sowie aus flämischen Innovationsmitteln. Port Technology International bestätigte die Inbetriebnahme und die wesentlichen technischen Angaben unabhängig.

**Betrieblicher Kontext**

Dies ist ein Demonstrationsprojekt für Wasserstoffproduktion im Hafen, nicht die Zusage einer maritimen Kraftstoffversorgung. Die angekündigte Menge liegt deutlich unter dem Bedarf für die regelmäßige Bunkerung von Hochseeschiffen. Sie belegt daher keine kommerzielle Wasserstoffbunkerung für Schiffe in Antwerpen-Brügge.

Wesentlich ist der Praxistest flexibler Elektrolyse bei schwankender Verfügbarkeit und Preisbildung erneuerbaren Stroms. Haltbarkeit, gelieferte Kosten, Speicherung, Verteilung, Sicherheit und verlässliche Abnahme bleiben zentrale Voraussetzungen für die Skalierung.

**Warum dies wichtig ist**

Das Projekt trennt drei oft vermischte Stufen: installierte Technik, verifizierte Produktion und zugängliche maritime Versorgung. Die ersten beiden sind hier im kleinen Maßstab erreicht; die dritte wurde nicht angekündigt. Bei Wasserstoff oder abgeleiteten Kraftstoffen sollten Marktteilnehmer Spezifikationen, Mengen, Lieferform, Zertifizierung, Schnittstellenrisikobewertungen, Notfallverfahren sowie die vertragliche Zuordnung von Verzugs- und Kontaminationsrisiken prüfen.

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