Aktuelle Pläne des Hafens Santos deuten auf anhaltenden Druck auf die Liegeplatzkapazität für Düngemittel hin. Sie stützen einen Marktbericht vom 19. Oktober, der Wartezeiten von rund 30 Tagen an wichtigen Terminals beschrieb.

S&P Global berichtete unter Verweis auf Marktteilnehmer über Verzögerungen von etwa 30 Tagen für Düngemittelschiffe. Der offizielle Plan vom 31. Oktober steht damit im Einklang, nennt jedoch nicht die Ursache jeder Verzögerung. Genco Hunter ist mit ETA 4. Oktober und geplanter Liegeplatznahme am 31. Oktober aufgeführt. Drawsko, Eternity Diva und Oshima Japan weisen Ankunftsangaben vom 28. Oktober und Liegeplatzfenster am 31. Oktober aus. Angelina The Great N erscheint als Wiederanlegevorgang mit ETA 9. September.

Diese Angaben sind keine vollständige Warteschlangenanalysen: Planzeiten können sich ändern, eine ETA belegt kein ununterbrochenes Ankern, und die öffentliche Seite nennt weder Terminalengpässe noch Dokumentation, Wetter oder vorübergehende Verlegungen. Die Übereinstimmung mit dem Branchenbericht stützt jedoch die Analyse, dass die Abfolge der Düngemittelanlegungen Ende Oktober angespannt blieb.

Dies ist relevant, weil das brasilianische Landwirtschaftsministerium angibt, dass Importe 93 % des inländischen Düngemittelverbrauchs decken. Resolution Nr. 3 empfiehlt eine bevorzugte Löschbehandlung importierter Mineraldünger für die Saison 2026/27, garantiert aber keinen Liegeplatz und ersetzt keine nautischen, vertraglichen, betrieblichen oder Sicherheitskontrollen.

Analyse: Befrachter, Betreiber, Ladungsinteressen und Schadensteams sollten je Reise Liegegeldrisiken, Notice-of-Readiness-Klauseln, Terminalbenennung und Annahmen zu Löschfenstern überprüfen.

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